Fünf Euro für fünf Bands. Mit Red Light District, El Pantano, Herr Flamingo, 3rd Grade Burn und Nebukadnezar ist das ein prächtiges Lineup einen Tag vor Heiligabend. Neben den Bands gibt es noch eine kleine Tombola, bei der es diverse Kleinigkeiten wie Autogrammkarten usw. zu gewinnen gibt.
El Pantano, die am 25. Dezember auch auf dem XXL-Jam im Bunten Haus spielten, spielt als zweite Band des Abends. Ihr Genre ist Stonerrock und damit kann man in Celle einfach nichts verkehrt machen. Sängerin Anja verzaubert mit ihrer traumhaften Stimme, während der Rest der Band für großartigen Groove sorgt. Tolle Band, begeistertes Publikum - mehr kann man dazu nicht sagen.
Bei Herr Flamingo steht wie gewohnt der Flamingo als weiteres Bandmitglied am äußeren Rand der Bühne. Optisch haben sich Herr Flamingo, dem sehr metallastigem Programm des Abends angepasst, und sich im Kiss Stil geschminkt. Von Corpsepaint kann hier jedoch keine Rede sein: Die Bemalung ist voll mit Herzen und eher witzig als düster. Passend dazu ist die Musik wie immer tanzbar, spaßig und an die Ärzte errinnernd. Man muss jedoch sagen, dass die Band und auch der Sound reifer wirkt. Die Bühnenpräsenz wirkte erwachsener und nicht mehr ganz so albern wie zuvor.
Nach der Umbaupause betreten 3rd Grade Burn nach langer Abstinenz die Bühne. Das freut uns. Der Dampfhammersound ist immer noch derselbe. Vor der Bühne fliegen ordentlich die Haare durch die Luft und auch wir ertappen uns dabei den einen oder anderen Song mitzuschreien. Zwischen dem neuen und älteren Material gibt es zum Glück keine großen stilistischen Sprünge. Schöner Auftritt, auch wenn wir die Halle 16 schon einmal voller gesehen haben.
Ganz unchristlich zur Weihnachtszeit wird es mit Nebukadnezar und dem klassischen "Babylon will rise" Auftakt. Die babylonischen Death Metaller haben Einiges an Ihrem Set geschraubt und präsenterien sich mit einigen neues Songs. Schön, dass es Ihnen immer wieder gelingt sich selbst neu zu erfinden und dabei Babylon treu bleiben. Schöner Aufritt und guter Ausklang des Abends.
CRC haben mit dem Lineup Preis und Datum eigentlich alles richtig gemacht. Trotzdem ist es am Abend nie richtig voll geworden. Die Zeiten für Metal in Celle sehen wohl etwas klamm aus. Alle Bands haben uns echt gut gefallen. Mit so einem Lineup sind wir für eine jährliche Wiederholung, um dem Weihnachtstrubel ein wenig zu entfliehen.
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