Das Glanzstück der Celler Metal-Szene lud im goldenen Oktober zum Feiern ein. Und zur freudigen Erregung der Musikfans hat sich die 4-köpfige Band tatkräftige Unterstützung eingeladen. Bloodwork, Pride Shall Fall und unsere Lokaltalente Fire in Fairyland ebneten den Weg für einen gelungen Abend. Bilder gibt es hier
Und nicht nur Moshpit-Fanatiker hatten gute Gründe um Freitagabend auf dem Gelände der CD-Kaserne zu verbringen. Valeria sorgt für die grafische Unterstützung des vergangenen Abends.
Wenn sich vor und in den Hallen der Kaserne schwarz gekleidete Menschen mit weißen Aufschriften auf ihren Pullis versammeln, braucht es nicht lange um die Art der Veranstaltung zu erkennnen. Celle hat Laune und unterstützt die angereisten Bands vom ersten Song an mit einer gut gefüllten Halle 16 und kleineren Moshpit-Kreisen. Opener war die Band um Anna Peschke & Co. Fire in Fairyland legen vielleicht keinen „weltbewegenden, aber dafür großartigen“, um es mit den Worten des Bassisten Pasco zu sagen, Auftritt hin. Die Stimmung ist gut, das Bier schmeckt auch und die Auswahl der Bandbreite, die man für 10 Euro an der Abendkasse bekommen konnte scheinen dem Publikum zu gefallen, denn kaum ein Kopf oder Fuß in den Reihen neben uns schafft es ruhig zu verharren.
Einige Meter entfernt finden derweilen die gemütlicheren Rocker unter uns ihr Abendprogramm. Es ist der letzte Freitag dieses Monats - und damit auch die Open Stage in der CRI. Bei milden Temperaturen ist schon von außen zu erkennen, leer bleibt hier heute keine Veranstaltung. Trompeten, Gitarren, gute Stimmen. Wer Live-Musik liebt ist hier und heute genau richtig.
So pendeln wir zwischen Haare raufen und Haare kämmen, darf es vielleicht noch ein T-Shirt sein? Natürlich hat niemand der Bands vergessen sein eigenes Merchandise mitzubringen, so dass „Plattenspieler“ und Kleiderschränke auch mit 6-15 Euro zu befüllen sind.
Nach Fire in Fairyland bieten uns Pride Shall Fall die musikalische Untermalung für den Abend und die Stimmung ist großartig. Die Halle 16 ist immer noch voll, es wird gebangt und der Moshpit-Kreis wächst, also gibt es keinen Grund zum Meckern. So viele Fans können eigentlich nicht irren. Trotzdem bemängelt eine Besucherin „Musikalisch sind sie gut, aber der Sänger lässt beim Shouten zu wünschen übrig.“
Nach diesem Auftritt kommen wir zu Bloodwork. Das Publikum macht weiterhin das, was es am besten kann: Feiern! Und die Band liefert dazu Death Metal, also ebenfalls das, was sie am besten kann. Die Halle wird voller und anschließend für eine kurze Umbaupause leerer, nur um sich darauf wieder mit allen Menschen, die sonst vor der Tür zum Rauchen und Reden standen oder um im Foyer ihr Bier sitzend zu genießen, zu füllen. Als die Stimme von Mutz von Drone durch die Halle tönt, gibt es kein Halten mehr. Alles drängt sich vor die Bühne, der Rest des Gebäudes scheint wie leergefegt. Es wird gesprungen, geschrien und das Mano cornuto gezeigt. Drone sind wie immer souverän und beweisen enorme Bühnenpräsenz. Mutz stachelt das Publikum weiter und weiter mit Rufen wie: „Celle, da geht noch was, das könnt ihr besser!“ an und erfreut somit alle feierwütigen Rocker.
Gegen 00:00 Uhr ist der ganze Spuk in der CD-Kaserne vorbei und wir begeben uns zur After Show Party in die Cri, die voller Menschen ist. Hier lassen wir den Abend mit Bier und angenehmer Live-Musik ausklingen.
Es geht ein würdiger Abschluss der Drone „Piss Drunk Tour 2011“, die im Frühjahr begonnen hatte, zu Ende. Der musikalische Metal-Orgasmus hat uns ein weiteres Mal beglückt, wir sagen Danke und freuen uns auf den nächsten Akt!
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